Reisebericht
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bei 1 Bewertung; 6-wöchiger Aufenthalt in einer Gastfamilie im Sommer 2007 in Adelaide ]
Am Mittwoch, den 18.7.07 um 16.00 Uhr stand ich voller Vorfreude auf dem Flughafen in Stuttgart, um nach Adelaide zu fliegen. Als ich um 19.30 in Paris zum ersten Zwischenstopp landete, hatte ich 3 Stunden Aufenthalt, bis ich in die Maschine nach Singapur einsteigen konnte. Dort hatte ich noch mal von 17.35 bis 22.15 eine Wartezeit zu überbrücken. Am 20. Juli um 6.40 am Morgen landete ich endlich in Adelaide. Der Flug dahin war schon eine ziemliche Strapaze. Da ich mit meiner Familie schon öfter geflogen bin, hatte ich aber keine Schwierigkeiten, mich auf dem Flughafen zurechtzufinden. Außerdem konnte ich zur Sicherheit auch immer jemandem vom Flughafenpersonal meine Bordkarte mit der Frage "Where is my gate?" unter die Nase halten. Ich bekam immer Hilfe, auch wenn die Verständigung manchmal problematisch war. Aber es gibt ja auch noch Hände und Füße. Bei der Ankunft am Freitagmorgen war es in Adelaide früh morgens und ich hatte mit der Zeitverschiebung einige Probleme. Für mich war es gefühlsmäßig mitten in der Nacht, da ich zwei Tage geflogen war.
Zunächst holte mich am Flughafen meine Schwester ab, die gerade für zwei Auslandssemester in Adelaide studiert. Die ersten beiden Tage habe ich dann auch bei ihr gewohnt und mit ihr im Cleveland Wildlife Park schon mal die ersten Kängurus und Koalabären angeschaut und sogar gestreichelt.
Am Sonntagabend, dem 22.08.07 hat mich dann meine gesamte Gastfamilie Mark Allen, Kylie Allen und die Töchter Courtney (4 Jahre) und Desiree (6 Monate) abgeholt. Sie wohnen in Modbury in Adelaide. Sie zeigten mir dann auf dem Weg zu ihnen meinen Schulweg und meine Bushaltestelle. Ich bekam in ihrem Haus ein eigenes Zimmer und schon am ersten Tag konnte ich feststellen, dass das Essen gut war.
Am ersten Schultag lernte ich dann noch fünf andere Deutsche kennen, die dort ebenfalls als Gastschüler waren, allerdings von einer anderen Organisation betreut wurden. Wir bekamen sog. "buddies", die uns halfen, die Klassenräume zu finden und uns in der Schule einzuleben. Das war gut organisiert. Die Schule war sehr groß und man musste für die einzelnen Fächer immer die Fachräume finden. Es gab keine Klassenzimmer, wie wir es von unserem Schulsystem kennen. Außerdem gab es in der ersten Schulwoche einen gemeinsamen Ausflug der deutschen Gastschüler, der allerdings wegen Regens abgebrochen wurde.
Die Schule dauerte immer von 8.45 bis 15.05 Uhr und ich war frühestens um 16.00 bei meiner Gastfamilie. Dort gab es dann Abendessen und das war immer gut. Es gab täglich Fleisch. Da meine Mutter meistens vegetarisch kocht, habe ich jetzt die Fleischration für die nächsten Jahre bekommen.
Für die Schuluniform durfte man sich aus einer größeren Auswahl etwas aussuchen. Weil die Teile für mich ziemlich teuer waren, kaufte ich mir ein Polohemd und einen Pullover für 75$ und verzichtete auf das Sakko, das aber ohnehin keine Pflicht ist. Der Pullover und das Polohemd sahen aber gut aus und ich werde es auch in Deutschland anziehen.
Von den australischen Mitschülern und Lehrern sind wir Gastschüler sehr freundlich aufgenommen worden. Mein Physiklehrer war besonders nett. Er hat mich sogar zum "Footy" eingeladen. Das ist der Australische Football, der aber natürlich nicht mit dem deutschen Fußball, sondern eher mit American Football zu vergleichen ist.
Nach der Schule bin ich öfter in die City von Adelaide mit der O-Bahn gefahren. "O" steht für Overground und ist ein Freeway für Busse. Interessant daran ist, dass diese O-Bahn in Deutschland gefertigt wird und die einzige in ihrer Art weltweit ist. In 10-15 Minuten war ich damit in der City, die übrigens mit 18 km² relativ klein ist.
In Adelaide City gibt es viele Parks und da während meines Aufenthaltes Winter war, waren sie alle sehr grün. Meine Gasteltern haben mir gesagt, dass im australischen Sommer alles grau und verbrannt ist und der Winter die schönere Reisezeit ist. Das Wetter war schön und wir hatten zwischen 15 und 25°C.
An den Wochenenden hat meine Gastfamilie mit mir immer etwas unternommen. Wir waren in den Adelaide Hills, im Botanical Garden, im Schoko Museum, im South Australia Museum und haben das größte Schaukelpferd der Welt (Rocking Horse) angeschaut. Toll war auch, in Victor Harbour am Meer den Surfern zuzusehen und Seelöwen zu beobachten. Wir haben auch Granit Island besucht. Ich habe auch ganz viele Bilder gemacht und war begeistert.
Für mich war es gut zu erleben, dass ich mich in Australien auf Englisch unterhalten konnte und keine Probleme bei der Kommunikation hatte, obwohl ich in Deutschland eher mäßige Noten in Englisch habe. Ich hatte auch viele Freunde gefunden, wie Kahl, Dani, Bec, Lay, Lindsay und Amelie. Ich versuche natürlich, mit allen Kontakt zu halten und hoffe, dass ich das schaffen werde. Die sechs Wochen sind schnell vergangen. Es war eine tolle Zeit und ich würde es sofort wieder machen.
Kommentare zu diesem Beitrag
Valentin
Da ich schon eine kleine Ewigkeit aus der Schule raus bin und neugierig lese, was Kiddies von heute so erleben.
Es GrunZte Valy
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