Bericht von Kirsten Kalström
[ Jahres-Programm ab Sommer 2006 in Kalifornien ]
Mir geht es hier supergut! Ich hatte ja schon mit meiner Familie gemailt, bevor ich hergekommen bin, und es ist noch besser als ich gedacht hatte!
Meine Schwester aus Brasilien ist super lieb, sie spricht nicht so ganz "proper english" aber ihre (und meine) Sprachfehler sind eigentlich echt zum Lachen (einmal hatten wir ein Kohlgericht zum Essen und meine Schwester meinte es gut, und sagte: "the garbage is very good, I think my dad in Brazil would like it like this too!" Naja, jetzt kennt sie den Unterschied zwischen cabbage and garbage...
Ich fühle mich inzwischen sehr wohl hier, Heimweh hatte ich bisher nicht, da ich ja in acht Monaten schon wieder in Deutschland bin und wir hier uns alle so gut verstehen. Die ersten Wochen hier zuhause waren super, wir haben uns alle kennen gelernt und ich habe eine Menge neuer Wörter gelernt.
Die Schule ist größtenteils einfacher als in Deutschland, (außer in Mathe, das war noch nie so mein Fach, und nun alles auf englisch und teilweise mit anderen Rechenweisen...), aber glücklicherweise habe ich ja einen netten Lehrer. Die erste Schulwoche war so ziemlich der einzige Tiefpunkt bisher, da hier ja die Klassen mehr wie gemischte Kurse sind, kennen sich die Leute teilweise selber nicht. Aber ich habe meistens einfach jemanden gefragt bei Unklarheiten und dann hat sich daraus eine Unterhaltung ergeben, dass ich exchange student bin usw.
Mein schönstes Erlebnis waren eine Menge Dinge, die ich nicht so detailliert alle wiedergeben kann. Ich bin so dankbar, dass ich hier eine so tolle Familie und gute Freunde gefunden habe. Mein schlimmstes Erlebnis war die erste Schulwoche, da ich mich teilweise etwas verlassen gefühlt habe, auch wenn meine Schwester mit mir denselben Bus nahm, was es etwas besser gemacht hat, und wir uns in den Gängen begegnet sind.
Die größte Herausforderung war bisher, einige meiner "deutschen" Angewohnheiten abzulegen, wie das "große" Mittagessen zu erwarten. Oder ich habe herausgefunden, dass die alten Leute gerne etwas Abstand halten, auch wenn man sich unterhält. Der PC ist eine Selbstverständlichkeit.
Alles in allem liebe ich es sehr, hier sein zu dürfen! So sehr, dass wenn ich an die Rückreise denke, mir schon etwas mulmig wird...
Viele Grüße
Kirsten