Venezuela
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Mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt und auf Grund der Freundlichenkeit der Bevölkerung gepaart mit seiner reichen Kultur, bietet Venuzuela beste Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt. Das Land überrascht neben seiner nahezu unberührt exotischen Flora und Fauna auch durch seine atemberaubende, kontrastreiche landschaftliche Schönheit.... |
| Amtssprache | i.A. Spanisch |
| Hauptstadt | Caracas |
| Staatsform | Präsidialrepublik |
| Fläche | 912445 km² |
| Einwohnerzahl | 27,5 Millionen |
| Bevölkerungsdichte | circa 30 Einwohner pro km² |
| Währung | Venezolanischer Bolívar |
| Zeitzone | UTC -4,5 |
| Telefonvorwahl | +58 |
Die offizielle Landessprache ist Spanisch, allerdings sind auch die indigenen Sprachen anerkannt und müssen akzeptiert werden, da sie kultureller Reichtum der Nation sind. Es gibt etwa 30 verschiedene indigene Sprachen, von denen viele den großen Sprachgruppen, wie z.B. Arahuaca, Karibea, Chibcha und Tupí- Guarani angehören. Allerdings sind circa ein Dutzend der Sprachen keiner Sprachgruppe zuzuordnen.
Englisch wird kaum gesprochen, dafür aber aufgrund der Immigrationsgeschichte des Landes häufig italienisch und portugiesisch.
Das venezolanische Spanisch ist dem karibischen Spanisch zuzuordnen. Die Venezolaner nennen ihre Sprache castellano.
In Venezuela kann man sehr gut essen. Am preiswertesten sind Imbissstände an der Straße oder auf Märkten. "Areperas" sind kleine Gaststätten, in denen man "Arepas" bekommt. Das sind Fladen gefüllt mit Fleisch, Käse, Fisch oder Gemüse. Die Grundzüge der venezolanischen Küche sind spanisch, aber es sind auch arabische Komponenten zu finden. Das Nationalgericht ist der "Pabellón", der aus Rindfleisch, schwarzen Bohnen, Reis und gebratenen Kochbananen besteht. Dazu gibt es "Arepas" oder "Casabe" (Fladen aus Maniok). In den Strandgebieten sind auch gebratener Fisch und Meeresfrüchte sehr beliebt. Man trinkt gerne Rum, den man pur auf Eis nimmt. Bier ist auch sehr beliebt.
San Cristóbal ist eine sehr moderne Stadt, die sich auf Viehzucht und Ackerbau stützt und aufgrund der vielen Viehmessen bekannt ist. Diese Messen sind begleitet von Festlichkeiten, insbesondere Stierkämpfen.
Die Einführungsprozession der "Heiligen Hirtin" wird jährlich Mitte Januar in Lara gefeiert. Das ist ein farbenfrohes Ereignis zu dem Menschen aus ganz Venezuela kommen.

Mehr als ein Drittel der Gesamtfläche Venezuelas ist als geschützt ausgewiesen. Das ist der höchste Prozentsatz an Naturschutzgebieten in ganz Nord- und Südamerika. Etwa ein Drittel der Fläche des Landes ist mit Wald bedeckt, die Hälfte von Savannenflächen und fünf Prozent von Kulturland. Im Orioncodelta gibt es viele Mangrovensümpfe.
Die Fauna entspricht der der Savannen und Regenwälder des gesamten Nordens Südamerikas. Venezuela gilt als eines der artenreichsten Länder der Welt, da es dort keine Eiszeit gab, sodass viele Arten überlebten, die in Europa, Asien und Nordamerika ausgestorben sind. Zu den wichtigsten Säugetieren zählt der Jaguar, der Ozelot, Bären, Affen, Faultiere, Ameisenbären, Gürteltiere und Hirsche. Flamingos, Reiher, Ibisse und Fettschwalme sind verbreitete Vogelarten. Mit Krokodilen, bis zu sechs Meter lange Alligatoren, und Riesenschlangen, wie Anakondas und Boas sind auch Reptilien in Venezuela stark vertreten.

Venezuela liegt in der tropischen Klimazone, trotzdem findet man alle Klimatypen, da das Klima von der Geografie des Landes abhängig ist. Deshalb spricht man von einem tropisch- wechselfeuchten Klima.
Im Sommer, also von Mai bis November herrscht Regenzeit, in der es Dauerregen über mehrere Tage gibt. Hier unterscheidet sich Venezuela von anderen tropischen Ländern, für die Regenschauer zu einer bestimmten Tageszeit charakteristisch sind. Eine ausgeprägte Trockenzeit gibt es im Winter, sodass in Venezuela die Niederschläge als Kennzeichen für einen Jahreszeitenwechsel gelten und nicht die Temperaturen.

Im ganzen Land gibt es vier verschiedene Temperaturzonen. In der tropischen Zone, die unterhalb von 800 Metern ist, gibt es eine Durchschnittstemperatur von 26- 28°C. Hier befindet sich der tropische Regenwald. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind das ganze Jahr über gleichbleibend hoch, nur die Niederschlagsmengen unterscheiden sich.
Eine Durchschnittstemperatur von 12- 25°C gibt es in der gemäßigten Zone, die zwischen 800 und 2000 Metern Seehöhe liegt. In dieser Zone gibt es den größten Bevölkerungsanteil und die meisten Großstädte, wie z.B. Caracas, liegen hier. Die Niederschläge sind mit denen europäischer Großstädte zu vergleichen.
Auf der Höhe von 2000 bis 3000 Metern befindet sich die kühle Zone, die eine Durchschnittstemperatur von 9- 11°C im Jahr hat.
Ab 3000 Metern spricht man vom Hochgebirge, das eine alpine Charakteristik hat, da hier im Durchschnitt weniger als acht Grad Celsius erreicht werden.
