Say Yes! Sport, Thanksgiving, Snowdays und tolles Wetter
[ Jahres-Programm "USA Pur" ab September 2009 in Connecticut ]
September
Seit fünf Tagen bin ich länger von zu Hause weg als ich je alleine weg war, ein seltsames, dennoch ein gutes Gefühl! Ich habe mich hier schnell eingelebt, liebe Leute kannengelernt und viele neue Sachen gemacht. Natürlich gibt es viele Unterschiede zu Deutschland aber auch Dinge die vertraut wirken.
In meinen Vorbereitungsseminaren habe ich oft gehört, was ich nicht machen soll, was verboten ist und was schwierig wird, aber KulturLife hat mir auch zwei Sätze auf den Weg gegeben an die ich immer denken muss. Zum einen: " Versuch so oft wie möglich Neues auszuprobieren, auch wenn du skeptisch bist." Und zum anderen: "Lächelt immer; seid freundlich!" Diese beiden Sätze sind zu meinen Grundsätzen hier geworden.
Seit meiner Ankunft in Amerika versuche ich immer zu lächeln, was sich manchmal echt komisch anfühlt! Dennoch, es lohnt sich jedes Mal, vor allem, wenn man ein nettes Lachen zurück bekommt. Außerdem bin ich zu einer"Ja-Sagerin" geworden. Als ich an meinem ersten Abend von meinem Gastvater und meinem Gastbruder zum Joggen aufgefordert worden bin, hatte ich eigentlich keine Lust mich zu bewegen. Ich ließ mich jedoch überzeugen und seitdem mache ich regelmäßig "Cross Country", das heißt, ich gehe jeden Tag nach der Schule joggen. Bei dieser Aktivität habe ich nicht nur meine Kondition verbessert, sondern auch die nettesten Leute kennen gelernt! Als ich gestern Abend wieder mit meinem Gastvater joggen war, habe ich ihn sogar zwei mal überholt :)! So ist aus einem "Ja" ein ganz wichtiger Teil meines neuen Lebens hier geworden. Manchmal ist es nicht einfach "ja" zu sagen, aber wenn man sich dann einen Ruck gibt ist es immer wunderschön!
In nur einem Monat habe ich vieles zum ersten Mal erlebt; ich war auf meinem ersten Baseballgame, ich habe New York besucht und war in meiner allerersten Broadway Show ( Billy Elliot), ich habe an meinem ersten "Race" teilgenommen, saß in einem gelben Schulbus (so wie in den High School Filmen!!!), habe die faszinierende "Marching Band" von meinem Gastbruder gesehen und war natürlich bei dem ersten "Football Game" meiner Schule ( wir haben leider verloren).Ebenfalls zum ersten Mal habe ich meinen Geburtstag nicht zu Hause gefeiert, sondern mit meiner "neuen Familie" Das war super schön, da mein Gastbruder einen Tag nach mir Geburtstag hatte und so konnten wir zusammen feiern!!
Es gibt dennoch Aspekte in der amerikanischen Alltagskultur die ich sehr kritisch beäuge. Dazu gehört meiner Meinung nach, das mangelnde "Umweltbewusstsein" der vielen Amerikaner. In den Geschäften ist alles aus Plastik, man spült unter fließendem Wasser, Mülltrennung gibt es nicht, man fährt mit dem Auto, auch wenn der Fußweg zwei Minuten dauert und die Kühlschränke sind so riesig...! Als letztens ein Mädchen aus meiner Französischklasse erzählte, dass 'die in Frankreich Wäscheleinen haben und ihre Wäsche wirklich darauf aufhängen!' hat sie damit die ganze Klasse in Staunen versetzt: "So was gibt es also doch noch? ".
Was jedoch das soziale Engagement angeht, sind die Amerikaner nicht zu toppen! In meiner Schule gibt es über 10 soziale Clubs, wie zum Beispiel "Students for Peace" or "Best Buddies". Die meisten Schüler sind in mindestens einem Club Mitglied, was ich total beeindruckend finde! Außerdem finden an meiner Schule Veranstaltungen wie ein Sponsorenlauf für Menschen mit Brustkrebs oder der "Pink-pay day" statt," an dem alle Schüler die Pink tragen ein Dollar für die Krebsopfer spenden. Fast die ganze Schule trug auch an dem Tag wirklich Pink! Ich bezweifle stark, ob das an meiner Schule möglich wäre.
Damit ein Kulturaustausch auf beiden Seiten stattfindet, versuche ich meiner Gastfamilie etwas von Deutschland zu zeigen indem ich ihr zum Beispiel unsere Esskultur näher bringe. Letztens habe ich Reibekuchen gebacken und ich war selbst erstaunt, wie gut die allen geschmeckt haben! Es ist schön zu erfahren wie aufgeschlossen Viele hier sind, wie gerne sie etwas über Deutschland hören und sehen! Ich habe Ewigkeiten mit meinem Gastvater verbracht und ihm im Internet meine Stadt, meine Schule und den Rhein gezeigt. Er war so interessiert und erinnert sich immer noch an Dinge, die ich ihm erzählt habe. Auch meine Freunde lieben meine Fotos und können schon die ersten Wörter auf Deutsch!
Nach dem ersten Monat, kann ich echt sagen, dass ich sehr froh bin, hier zu sein! Ich habe eine ganze Palette an Gefühlen, die ein Austausch mit sich bringt, erlebt: Ich hatte Heimweh, ich war verunsichert, ich habe geweint, doch die häufigsten Gefühle sind eindeutig Glück und Freude, hier zu sein und das Alles erleben zu dürfen!
Ich bin gespannt was das Jahr noch Alles so bringt und freue mich riesig!
Eure Sabina
Oktober
Nun bin ich schon über zwei Monate hier... das Gefühl ist echt komisch! Irgendwie kommt es einem viel länger vor und alles erscheint viel vertrauter. Ich erwische mich immer dabei zu denken, noch vier Mal so lange, ohne Hintergedanken, nur mit dem Versuch, dieses Gefühl zu begreifen.
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass ich alle Leute, die ich hier kennengelernt habe, erst so kurz kenne! Es ist ein tolles Gefühl! Ich bin gerade von einem lustigen Tag mit meinen Freundinnen wieder gekommen, eigentlich habe ich ihnen nur gezeigt wie man Freundschaftsbändchen macht und irgendwie sind alle davon ganz begeistert. Sie können gar nicht mehr aufhören... Ich finde es so schön, mit neuen Leuten in einem anderen Land zusammen zu sitzen und mit ihnen Spaß zu haben, auf einer Sprache, die einem immer vertrauter wird.
In diesem Monat wurde ich auch wieder mit tausenden neuen Erfahrungen und Eindrücken überhäuft. Dominierend war definitiv "cross country" (Distanz-Rennen). Ganz anders als in Deutschland ist Schulsport hier groß geschrieben, dementsprechend, trainiert man jeden Tag. Die Sportarten sind in "seasons" eingeteilt. So ist Football ein Herbstsport, Wrestling wird im Winter trainiert und Leichtathletik ist eine Frühlingssportart. "Cross country" findet nur von August bis Ende Oktober statt. Jeden Samstag und meistens noch einmal unter der Woche hatten wir Wettrennen von 3.1 miles (5 Kilometer). Ich bin jedem einzelnen "cross country"-Training dankbar. Hier hatte ich die Chance Freundschaften zu schließen, noch bevor die Schule begann. Diese neuen Freunde schafften es immer nach so manchen schweren Schultag mich aufzubauen und wieder glücklich zu machen.
Ich muss außerdem feststellen, dass ich riesiges Glück mit meiner Familie habe. Ich denke es ist richtig schwer diese zu toppen. Sie bemühen sich so um mich: sie nehmen sich Zeit mir die vielen Unterschiede zu erklären, meine Fragen zu beantworten und sind sogar bereit, ihre eigene Kultur zu hinterfragen und auch zu verändern. Ich liebe die langen Gespräche mit meiner "mum", die mir oft helfen mich selber besser zu verstehen. Ich schätze es auch sehr, dass ich Dinge kritisieren kann, und dass sie immer bemüht ist, mit mir nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Genauso gut verstehe ich mich mit meinem "dad": wir reißen zusammen Witze und haben sogar eine Art Insidersprache entwickelt. Da ich meine Gastbrüder leider nur sehr selten sehe, fühle ich mich manchmal alleine zuhause. Ich bin es nicht gewohnt wie ein Einzelkind zu leben. Doch dafür habe ich meine beste Freundin, Alana und ihre Familie, die schon fast wie meine zweite Gastfamilie ist. Alana und ich verstehen uns bestens und ich glaube es ist, außer der ersten Woche, keine Woche vergangen in der wir nichts zusammen machten. Über sie lerne ich auch immer neue Leute kennen. Als wir an einem Nachmittag Apple und Ei spielten, das Spiel von dem sie noch nie gehört hatte, fand sie es so toll, dass zwei Tage später eine Apple und Ei Party, mit über 20 Leuten stattgefunden hat. Ansonsten, sind Freitagabende (football games) immer eine tolle Möglichkeit Leute kennen zu lernen. Im Anschluss macht man immer noch was zusammen: wir gehen bowlen, machen einen Nachtspaziergang am Strand oder wir sind einfach bei irgendwem zuhause.
Außerdem, versucht meine Familie an Wochenenden immer wieder was mit mir zu unternehmen. Wir sind schon nach Vermont gefahren und haben uns die schönen herbstlichen Bäume angeschaut. Wir haben auch gemeinsam Golf gespielt. Dennoch, sie lassen mir genügend Zeit mit meinen Freunden und geben mir sehr viel Freiraum.
Ich finde es faszinierend, wie schnell man ein neues Leben aufbauen kann, mit neuen Freunden, Hobbies und einer neuen Familie, wie schnell das alles Struktur bekommt und wie schnell man sich an das Neue gewöhnt.
Es gab auch Tage die schwieriger waren als andere, klar, aber ich glaube ich verstehe langsam, dass das worauf ich fast ein Jahr hingearbeitet habe, zur Wirklichkeit geworden ist! Diese Woche hat mir klar gemacht, dass ich hier angekommen bin, wirklich, ganz echt!
Sabina
November
11/26/09 - Thanksgiving
Heute morgen sind wir relativ früh aufgestanden, da ich voller Vorfreude auf mein erstes Thanksgiving war und gespannt was mich wohl alles so erwarten würde... Wir frühstückten alle zusammen: ‚mum', dad', mein ‚cousin' Harrison und meine Freundin Alana. Die beiden haben bei uns übernachtet, da wir den ganzen Mittwoch Nachmittag damit verbrachten, Nachtisch für das heutige Essen zu backen. Ich habe mich entschieden, einen Bienenstich zu zubereiten. Da ich den noch nie gemacht habe, war ich dementsprechend unsicher über das Ergebnis. Doch bevor wir zu meiner ‚Tante' aufbrachen, mussten wir erst noch unser Footballteam anfeuern! Alana, mein ‚dad' und ich machten uns auf den Weg zur Schule, wo schon alle Parkplätze und sogar die Fußgängerwege belegt waren. Obwohl ich fast auf jedem Football-Spiel war, hatte ich unsere Schule, bzw. den Sportplatz, noch nie so voll erlebt! Überall waren Menschen. Das Spiel gegen die andere Highschool von meiner Stadt war spannend, doch mit den letzen beiden Minuten hat unsere Mannschaft verloren.
Für mich war das Event besonders, wie ein Kreis, der sich geschlossen hat. Seit meiner Ankunft war ich fast auf jedem Football Game gewesen. Am Anfang mit meinem Nachbar Ricky, mit dem ich bei der Marching Band saß, dann kamen immer neue Leute dazu: Emily, Shay, Jess, Alana. An dem heutigen Tag hatte ich meine feste Gruppe von Freunden um mich herum und dann die ganzen Leute, die einem grüßten und mit denen man redete...Ich hab diesen Moment sehr bewusst erlebt und der hat mich froh gemacht!
Nach dem Spiel, sind wir ziemlich direkt in unsere Nachbarstadt Fairfield gefahren. Meine ‚grandparents' waren schon angekommen und sie und meine Tante begrüßten uns wie immer sehr herzlich. Meine ‚cousins' waren auch da, Nate hatte gerade Football gespielt und lag jetzt leicht verletzt auf der Couch. Wir fingen an Tabu zu spielen und ich stellte ziemlich erstaunt fest, dass ich recht viele Wörter kannte. Nachdem dann auch noch ein befreundetes Ehepaar gekommen ist, fingen wir mit dem berühmten Essen an: Truthahn, Füllung, Süßkartoffeln, Spargel, Kartoffelbrei und Cranberrysoße. Da ich Vegetarierin bin, habe ich wohl das beste verpasst, aber es war trotzdem interessant. Ich hatte noch nie zuvor Süßkartoffeln mit Marshmallows gegessen! Nach den Hauptspeisen, gab es dann Pie (Kürbiskuchen) und meinen Bienenstich, der erstaunlicher Weise allen geschmeckt hat! Das Essen war insgesamt sehr festlich und fröhlich und wir hatten sogar gebetet, bevor wir aßen! Nachdem wir alle zusammen abgeräumt haben, sind wir auch schon wieder zurück gefahren.
11/27/09 - Football Turnier
Heute war auch schulfrei und mein ‚dad' und meine ‚Brüder' sind mit mir zusammen zu seiner Schwester gefahren, die ein Football Turnier veranstaltete. Es war meine erste richtige Erfahrung mit Football, zumindest mit mir als Spielerin. Doch es war lustig, auch wenn ich nicht wirklich wusste was ich machen sollte. Immer wenn ich den Ball bekam, hatte ich viel mehr den Impuls ihn abzuspielen, als los zu rennen... Wir waren ziemlich viele Leute und sehr viele Kinder zwischen fünf und sieben. Das war eine gute Möglichkeit mehr Geschwister meines ‚dad' kennen zu lernen , er hat insgesamt acht Geschwister! Als es gegen fünf dann anfing zu schneien, sind wir wieder zurück nach Hause gefahren.
11/28/09- Noch mehr Football
Wow, ich komme gerade von einem klasse Tag wieder! Mein älterer ‚Bruder' ist Mitglied in der Marching Band seines Colleges und heute spielte sein College University of Connecticut gegen Syracuse. Es war ein entscheidendes Spiel, ein Halbfinale. In dem Stadium waren ungefähr fünfundvierzigtausend Menschen, und wir vier mit von der Partie. Wie gefesselt verfolgte ich das Spiel ( seit gestern verstehe ich ja etwas mehr von Football ). Die vielen Eindrücke wurden dann durch den Auftritt der Cheerleader komplementiert, wie in den Filmen. Als dann noch zur Halbzeit mein ‚Bruder' mit seiner Band spielte, war ich sehr beeindruckt. Es war unglaublich ihnen zuzusehen, wie sie einerseits spielen, und anderseits Buchstaben und Muster formen! Insgesamt gingen die vier Stunden viel zu schnell vorbei und wir hatten sogar Glück mit unseren Sitzen, die am längsten Sonne abbekamen und so war es nicht allzu kalt! Kurz, ein Hammer Tag mehr hier!
Eure Sabina
Dezember
Weihnachten ist jetzt schon vorbei. Ich hatte ziemlich Angst gehabt, weil mir eigentlich jeder gesagt hat, dass Weihnachten eine Zeit des Heimwehs ist, dennoch, es wurde viel besser und schöner als ich zu hoffen gewagt hatte...
Heiligabend war zwar erst etwas Augen feucht, als ich zuhause in Deutschland angerufen und um mich herum über zwanzig nasse Taschentücher verteilt habe, dann hat aber meine "mum" beschlossen, dass wir die Weihnachtspause gut gebrauchen könnten. Somit sind wir um vier Uhr am Heiligabend zur Maniküre gefahren. Zu meinem Erstaunen, war es super voll, undenkbar in Deutschland! Ich saß dann da, mit zerzausten Haaren, verheulten Augen, Brille, roter Nase, und war sehr froh, dass ich keinen getroffen habe der mich kennt. Doch irgendwie hat der Schneemann auf meinem Fingernagel Wunder gewirkt und alles Heimweh verscheucht.
Später am Abend sind wir, Lisa, Michael und ich, zur Messe gegangen, doch ein Weihnachtsgefühl hat sich bei mir nicht wirklich eingestellt. Es lag wahrscheinlich daran, dass es eine Protestantische Kirche war, wir keinen kannten und ich die meisten Lieder nicht mitsingen konnte.
Als ich dann am Morgen aufgestanden bin, war Santa leider schon wieder weg, aber in der Hoffnung ihn vielleicht noch zu sehen, haben wir uns durch den Schnee auf den Weg zu meiner Tante gemacht!! Zwar waren wir zu spät um ihn zu erblicken, dennoch die gute Nachricht war: unsere Geschenke hatte er dagelassen. Lisas "mum", meine "grandma" hat mir außerdem einen "stocking" gestrickt und gefüllt, super hübsch!! So wurde ich zu einer stolzen Besitzerin einer am Kamin hängenden, gefüllten Socke. Ich musste feststellen, dass die Geschenke in meiner Familie sehr groß sind. So hat meine "mom" meinen Cousins jeweils einen Fernseher geschenkt! Nach der Aussage meiner Familie jedoch, an Geschenken wurde dieses Jahr deutlich ‚gespart'!
Im Anschluss dann, gegen elf, sind wir wieder nach hause gefahren und mit meinen Brüdern Bescherung gehabt. Das war richtig schön!! Ich habe sehr viele Gehschenke bekommen, gute auch noch dazu! Den Abend haben wir mit dem Weihnachtsessen bei meiner Tante ausklingeln lassen.
Am 26.Dezember, der hier ein normaler Arbeitstag ist, sind wir zu der Familie meines "dads" gefahren. Ich schmeiße seine acht Geschwister und ihre Kinder zwar ziemlich durcheinander, aber ich denke das sind sie gewohnt. Wir hatten einen tollen Nachmittag, dessen Höhepunkt, das traditionelle Weinspiel war, das an Wichteln erinnert. Jeder Mitspieler bringt ein verpacktes Geschenk mit, dann werden nacheinander alle Namen aus einer Glückstrommel gezogen. Der erste beginnt und sucht sich ein Geschenk aus, öffnet es und zeigt es allen Anwesenden. Dann kommt der zweite an die Reihe, er hat nun aber die Möglichkeit, sein Geschenk zu behalten, oder umzutauschen. Manchmal hat man Glück und ein tolles Geschenk, dann versuchst man es natürlich best möglich zu verstecken, oder man kriegt Wurst und will unbedingt tauschen. Dadurch entsteht eine lustige, laute Atmosphäre, wenn manche lautstark versuchen ihr Geschenk loszuwerden, andere ihrs verstecken. Das Spiel muss unbedingt bei uns eingeführt werden!!!!
Das andere Highlight in den Ferien war ein erlebnisvoller Trip nach Washington D.C. Zusammengefasst, in nur drei Tagen und einer Nacht, habe ich die Bücherei, das Weiße Haus, den Congress, den Surpreme Court, das Büro von unserem Senatabgeordneten, das Newseum, das Holokaust Museum, das Air and Space Museum, das Spy Museum, beide Universitäten, Georgtown, Oldtown und zwei Shows gesehen. Uff! Das Programm war voll, aber toll!.
Ich habe es richtig genossen, Stunden in den Museen zu verbringen, über die Geschichte von Washington und Amerika zu lernen und spannende Diskussionen mit meiner Family zu führen. Erstmal so viel von mir. Der nächste Bericht schon in einem Monat.
Meine Lieben, ich wünsche Euch allen ganz viel Glück im neuen Jahr, dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen, ihr glücklich oder glücklicher werdet und viele tolle Momente habt!!!
Kurz ein tolles 2010!!!
Sabina
Februar
(M)ein Februar; die letzten Wrestling Matches, Movies, Mall, Valentinesday, eine Woche Winterferien, Freiheit, Pause, Snowdays, Snowboarden, Freunde, Sleep overs, Birthdays, Scrabbook....
Es war schoen! Mein Leben war voll! ...
Ich hatte anfangs viel zu tun mit Wrestling, wir planten Seniornight, bastelten Plakate und Jonathan Law Decken, die wir mit anderen Kleinigkeiten als Geschenk verpackten und dann den Seniors ueberreichten.
Der Film "Dear John" kam raus und natuerlich mussten wir ihn alle gleich angucken gehen, nicht zu vergessen unsere anderen Aufenthalte in der Mall, wobei ich hier sagen muss, ich werde amerikanische Shopps bestimmt vermissen!
In den Winterferien, hatte meine Familie schon seit langem beschlossen, nach Colorado, in den Rocky Mountains Ski und Snowboareden zu fahren. Und montags flogen wir los, ueber Chicago und ein paar Stunden spaeter, in wunderschoener Sonne, kamen wir auch schon in dem winzigsten Flughafen ever an. Die Fahrt zu unserem Hotel war wunderschoen, ich liebe Berge und die Sicht war einfach toll!
Unser Raum war auch schoen und mit guter Sicht auf den nahem Berg. Doch heute wuerden wir noch nicht ski laufen, wir erkundigten Hotel und Gegend, wobei auf die geheitzten Buergersteige zurueck zu verweisen ist!! ( so eine Energieverschwendung, aber echt huebsch, die Nebelfahnen, im Halbdunkeln, wenn der Schnee verdampft...)
Am naechsten Morgen, machten wir uns auf dem Weg, ich wuerde meine ersten Snowboardstunden starten, und der Rest, wuerde sich mit den Pisten vertraut machen. Es stellte sich heraus, dass ich bei weitem die Juengste in meiner Gruppe war ( die anderen waren mindesten 20 Jahre aelter) aber meine Gruppe war super lieb und im laufe der naechsten 3 Tage, sind sie mir richtig ans Herz gewachsen :) Auch unser Lehrer war einfach super, mit 17 Seasons erfahrung, kaum schlagbar.
Da es seit Dienstag morgens ununterbrochen schneite kam es, dass wir die besten Bedingugen in dieser Season hatten! Und ich habe das besonders genossen, ich liebte zu fallen, es war wie sich in einem Berg voll Federn fallen zu lassen und so kam es, dass ich nicht einen einzigen Blauen Flecken hatte :) Die folgende Woche entdeckte ich Snowboarden als einen neuen, spassigen Sport, den ich umbedingt weiter lernen will!
Aber auch die Zeit, die ich mir meiner Familie, im besonderen mit Andrew, meinem Gastbruder verbrachte war sehr schoen. Ich sehe Andrew normalerweise nur selten, da er die meiste Zeit bei seiner Mutter lebt, von daher kannten wir uns nicht richtig, aber in dieser Woche sind wir uns definitly naeher gekommen und wenn er jetzt vorbeikommt, ist es irgendwie besser.
Nach der Woche Colorado, ging die Schule dann in vollem Gange wieder los. Im Maerz, ist Capt-Testing, ein Test fuer alle 10 Klaessler aus dem Staat CT und nebenbei noch alle anderen Tests und Quizzes. Doch, meine Biolehrerin hilft mir weiterhin, und sie ist einfach super lieb! Sie kuemmert sich um Dinge, die eigendlich mein Guidancecounselor kuemmern sollte.
Und heute ist sie nach der Schule noch eine Stude geblieben, nur im mir wieder ein bisschen in Chemie zu helfen, damit ich in Deutschland naechstes Jahr nicht alles vergessen habe. Freunde, Sleep overs und all die anderen Lustigen Sachen lockern das Leben immer auf und machen es wundersam besonders.
Ich liebe es zu sehen, wie aus duenneren Freundschaftsbaendern dickere werden, und iregenwie, lernt man diese so viel mehr zu schaetzen, weil sie weniger natuerlich sind, als Freundschaften aus dem Kindergarten. Was einem anderseits auch die Bedeutung von langen Freundschaften wiederum zu den Augen bringt.
Was ich noch hervor heben will, ist das meine Schule, seht viele Aktionen gestartet hat um Geld fuer Haiti zu sammeln, wie ein Benefiz Basketballgame, Verkauf von Herzen fuer Haiti und Food und Kleider Sammlungen. Ich finde es besonders, wie Schueler und Lehrerschaft aktiv werden!
Es war also ein schoener Monat, wobei ich hoffe, dass die Schneetag jetzt jedoch voerbei sind und Sommer kommt ...
Eure Sabina
März
- Jedes Kind weiss, was der Fruehling spricht; lebe, wachse, bluehe, hoffe, liebe, Freue dich und Treibe neue Triebe, Gib dich hin und fuerchte das Leben nicht! - Hermann Hesse, 1931
Mit dem Frühlingsanfang ist auch die Sonne gekommen und die meisten hier hatten schon ihren ersten Sonnenbrand. Anfang Maerz, hat das Conditioning für das Track Team gestartet, sowie auch die anderen Fruehlings-Sportarten: Baseball, Softball, Tennis and Golf. Das Maedchen Track Team ist ziemlich gross, mit 90 Maedchen, aber es sind nur 7 andere Maedchen so verrueckt wie ich und rennen Distance. Track heisst eigendlich ‚Track and Field' (Leichtathletik) und hat verschiedenste Events, wie Werfen, (Stab)Hoch- und Weitsprung und Sprinten. In der kommenden Woche werden wir erst rausfinden, was genau wir machen werden. Es tut so gut, endlich wieder draussen zu sein und sich zu bewegen!
Gleichzeitig zum Sport, hat sich auch der Gebärdensprache-Club, den meine Freundin Alana und ich gegruendet haben zum ersten Mal getroffen. Wir hatten das Glueck, dass wir eine Lehrerin fanden, die die Gebärdensprache beherrscht, und uns nun sehr engagiert lehrt. Wir haben schon einen Termin fuer unseren ersten ‚Auftritt' und planen ein Treffen mit einer gehörlosen Lehrerin und koennen Happy Birthday ‚singen' und uns vorstellen. Wie es aussieht, wird der Club wahrscheinlich auch noch im naechsten Jahr bestehen, was ich doll hoffe! Mein momentaner Traum ist, eine aehnliche AG, an meiner Schule anzubieten. Mal sehen ob das klappt.
Was ich sehr schoen fand war, wie viel Unterstuetzung wir von der Direktorin bekamen, sie war sehr offen fuer den Club und informierte sogar alle Lehrer über E-Mail. Neben den Neuigkeiten aus dem Schulaltag, war der 10. Klaessler Ball besonders spannend - natürlich gingen auch viele Freunde und ich hin. Wir assen an festlich geschmückten Tischen, Pasta mit Tomatensosse, dann wurden die High-School-Ringe, die man nach Wuenschen bestellen konnte, verteilt und im Anschluss tanzten wir. Da der Tanz schon um 10 Uhr zu Ende war, hatten wir beschlossen mit ca.15 Leuten zusammen Bowlen zu gehen. Was sich als sehr gute Idee rausstellte, obwohl wir immer wieder seltsamme Blike von anderen Besuchern zugeworfen bekamen, weil wir noch Kleider oder die Jungs Anzuege trugen. Doch das konnte unsere Stimmung nicht im geringsten trueben. Um 12 Uhr wurden wir abgeholt, und mit 6 anderen Maedels uebernachteten wir noch bei einer Freundin. Ich bin froh, dass ich die Erfahrung von einem High-School- Dance machen konnte!
Ansonsten, hatte ich wirklich schoene Wochenenden. Einen Sonntag verbrachten meine ‚mom' und ich in New York. Wir besuchten an einem himmlischen Wetter das Empire State Building, wobei wir nicht in einer Schlange warten mussten, was auch fuer meine ‚mom' ungewohnt war! Spaeter nahmen wir die Faehre rueber zur Statue of Liberty - dort mussten wir auch kaum warten. Irgendwie haben wir es jedoch hinbekommen, die letzte Faehre nach Ellis Island zu verpassen, was wir mit einem Lachanfall verdauten, und dafuer einfach ein bisschen frueher wieder nach Hause kamen.
An zwei anderen Wochenenden, unternahemn wir Tagestrips nach Westport und Long Island, wir besucheten die schoensten Straende hier, gingen shoppen, assen Eis, und hatten einfach Spass. Letztes Wochenende dann war Ostern, anders als in Deutschland, hatte ich keine Osterferien, dafuer aber Freitag frei. Wir machten jedoch nichts spezielles, nur am Sonntag gingen wir alle in die Kirche. Ich geniesse momentan jede Minute, das schoene Wetter und everything.
Langsam wird mir bewusst, dass meine Zeit viel zu schnell zu Ende geht, nur noch 3 Monate und dann ist das alles hier schon vorbei! Meine Freunde und ich haben schon Listen gemacht, mit Dingen die wir noch machen muessen, bevor ich wieder weg gehe und wir haben so gar schon angefangen, diese umzusetzen.
Ich freue mich jetzt auf den April, in dem wir eine Woche Ferien haben und hoffentlich das Wetter so schoen bleibt!
Sabine