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Vietnam ist ein Land mit ganz eigenem Charme. Man erlebt eine bunte Welt aus traditioneller Kultur und französisch-kolonialer Vergangenheit, die sowohl kommunistisch als auch westlich geprägt ist. Vietnam ist wirtschaftlich in einer Aufbruchstimmung. Mit mehr als 85 Millionen Einwohnern und einem dynamischen Wirtschaftswachstum hat sich Vietnam schnell zu einem der politisch und wirtschaftlich führenden Akteure in Südostasien entwickelt. Erlebe ein Land im Aufbruch! Lass dich von der Schönheit der vietnamesischen Landschaft verzaubern oder vom lebendigen Treiben in den Städten mitreißen. Du wirst ganz bestimmt eine unvergessliche Zeit haben.

Vietnam kurz und bündig

Amtssprache Vietnamesisch
Hauptstadt Hanoi
Staatsform Sozialistische Volksrepublik
Fläche 331.690 km²
Einwohnerzahl ca. 86 Millionen
Bevölkerungsdichte 231 Einwohner pro km²
Währung Vietnamesischer Dong
Zeitzone UTC +7
Telefonvorwahl +84

Wetter Hanoi

© meteo24.de

Sprache

Vietnamesisch wird von fast 90 Prozent der Bevölkerung beherrscht und gilt als einzige Amtssprache. Bedingt durch geographische Aspekte oder die Bildung von Randgruppen und Minderheiten wie die Bergvölker, die auf den Hochebenen im Norden leben, haben sich viele verschiedene Dialekte der Sprache entwickelt. Das Zentrum vietnamesischer Kultur und Sprache kann jedoch in Hanoi gesehen werden. Es ist der Dialekt der Hauptstadt, der seit 1945 als Grundlage der Schriftsprache gilt. Durch den aufstrebenden Tourismus im Land, gewinnt die englische Sprache jedoch zunehmend an Bedeutung.

Besonders in größeren Städten wirst du also keine Probleme haben, dich zu verständigen. Abgesehen davon, können dir vor allem Französischkenntnisse eine Hilfe sein, da die französische Kultur und Sprache die Bevölkerung während der Kolonialherrschaft eingehend geprägt hat. Sichtbar wird dies beispielsweise durch französische Lehnwörter, die sich in der vietnamesischen Sprache etabliert haben. In einem Großteil der Schulen wird noch heute Französisch als erste Fremdsprache unterrichtet. Darüber hinaus gibt es andere Sprachen in Vietnam, die vor allem von Einwanderern gesprochen werden, wie zum Beispiel Chinesisch.

Essen, Sitten und Gebräuche

Das Grundnahrungsmittel in Vietnam ist wie in vielen asiatischen Ländern der Reis. Zum Teil durch den Buddhismus beeinflusst, spielt vor allem die große Vielfalt an Gemüse und Obst eine tragende Rolle in der vietnamesischen Küche, der „light cuisine of Asia“, wohingegen Fleisch und Fisch keine feste Komponente einer Mahlzeit sind. Allgemein gilt: Der Fantasie des Kochs sind keine Grenzen gesetzt. Wenn es ums Essen geht, gibt es in Vietnam keine Tabus. So finden Skorpione, Schildkröten, Insekten und Hunde regelmäßig den Weg auf die Teller der Vietnamesen. Traditionell wird zu jedem Gericht Tee gereicht. Auch hier finden sich wieder Spuren des französischen Einflusses. Landestypische Nahrungsmittel wie Baguette, Croissants und Kaffee wurden in die Vietnamesische Küche integriert.

Vietnam gilt allgemein als sicher und gastfreundlich. Es sollte dir jedoch bewusst sein, dass ein großer Teil der Bevölkerung immer noch in Armut lebt. Daher solltest du als „Westler“ darauf achten, dass du nicht zu offensichtlich mit Wertgegenständen umgehst und immer darauf achten, was um dich herum geschieht. Ein anderer asiatischer Leitsatz, der auch in Vietnam gilt lautet, das „Gesicht zu wahren“. Selbstkontrolle und geregelte Emotionen sind wichtig, wenn man in der Gesellschaft langfristig ernst genommen werden will und sie helfen dir somit, deine Ziele zu erreichen.

Durch das Jahr hindurch gibt es regelmäßig Volksfeste in Vietnam. Das wichtigste jedoch ist das „Tet“ Fest, das im Januar oder Februar stattfindet. Es umfasst eine ganze Woche und kennzeichnet den Beginn des neuen Mondjahres.

Flora und Fauna

Die einst sehr vielseitige Natur Vietnams, die zu mehr als zwei Dritteln aus Wäldern bestand, wurde vor allem durch die während des Vietnam Kriegs eingesetzten Umweltgifte angegriffen. Nachhaltig beschädigt wurden insbesondere die Mangrovensümpfe, die auf die Hälfte der ursprünglichen Größe dezimiert wurden. Eine zusätzliche Gefahr für die Wälder Vietnams sind ständige Rodungen, die vor allem von bedürftigen Vietnamesen vorgenommen werden um Ackerflächen zu gewinnen oder um die reichlich vorhandenen Edelhölzer zu verkaufen. Diese Rodungen haben unter Anderem zur Folge, dass unzähligen Tieren regelmäßig Lebensraum genommen wird.

Die Tierwelt Vietnams litt ebenfalls unter den Giftangriffen während des Vietnamkriegs, ist jedoch immer noch artenreich. Erstaunlicherweise konnten sich viele Tierarten, die schon als ausgestorben galten, wieder regenerieren. Elefanten, Nashörner und Tiger sind hier beheimatet, ebenso wie eine Vielfalt an Singvögeln, Raubtieren und Reptilien. Das steigende Umweltbewusstsein im Land fördert den Schutz bedrohter Tierarten in Nationalparks und dezimiert ihren illegalen Verkauf auf Tiermärkten.

 

Klima und Geographie

Vietnam ist der östlichste Staat der Indochinesischen Halbinsel und grenzt an China, Laos, Kambodscha und das Südchinesische Meer. Mit einer Fläche von 331.690 km² und einer Bevölkerungszahl von circa 86 Millionen Einwohnern ist die Größe Vietnams vergleichbar mit der Deutschlands.

Vietnam ist ein Land, das dir vieles bieten kann. Entlang der 3.400 Kilometer langen Küste am Südchinesischen Meer finden sich malerische Sandstrände, in den fruchtbaren Tiefebenen im Norden und Süden des Landes befinden sich viele Nationalparks und traditionelle Plantagen, wohingegen besonders im äußersten Norden und an der östlichen Grenze des Landes Gebirgsketten verlaufen. Die Hauptstadt Hanoi, in deren Umgebung auch du als Volunteer platziert werden wirst, befindet sich am Delta des Roten Flusses und bietet mehr als 3 Millionen Menschen einen Lebensraum.

Bedingt durch seine extreme Länge, durchläuft Vietnam zwei verschiedene Klimazonen: Die Tropen im Süden und die Subtropen in den nördlichen Gebieten. Unsere Projekte befinden sich im nördlichen Vietnam nahe der Hauptstadt Hanoi. Dieser Teil des Landes liegt in den Subtropen. Von Mai bis Oktober ist das Wetter hier feucht-heiß, sodass die Temperaturen oft zwischen 30 und 40 Grad Celsius erreichen. Im Winter kann es auch mal etwas kälter werden. Das Wetter in Vietnam wird durch zwei Monsune beeinflusst. Der Wintermonsun bringt zwischen Oktober und März besonders im Norden nass-kaltes Wetter mit sich. In Gebirgsregionen kann es gelegentlich sogar schneien. Von Mai bis Oktober regiert der Süd-West-Monsun das Land und zeichnet sich durch hohe Temperaturen, Regenfälle und eine hohe Luftfeuchtigkeit aus. Solltet ihr planen, nach eurem Volunteer-Projekt das Land zu erkunden, eignen sich die Monate April/Mai und Oktober am besten, da hier das Wetter am ausgeglichensten ist.

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