Finanzierung- und Förderungsmöglichkeiten

Finanzierung und Förderung Work Experience

Taschenrechner

Die Kosten eines Auslandsaufenthaltes sind sicherlich nicht unerheblich, eine Investition, für die manch einer tief in die Tasche greifen muss und die gut durchdacht und geplant sein will. Doch wie schon Benjamin Franklin sagte:

"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen."

Im Folgenden erhältst du einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung deines Work Experience-Aufenthaltes.

Bildungskredit der KfW

Bist du volljährig,  regulär an einer deutschen (unter bestimmten Bedingungen auch ausländischen) Universität oder Schule eingeschrieben und in einer fortgeschrittenen Ausbildungsphase (in den letzten 2 Jahren der Ausbildung) bietet dir die KfW einen zinsgünstigen Bildungskredit (2,55 % effektiver Jahreszins, der nominale Zinssatz beträgt 2,57 %) an.

Der Bildungskredit wird in monatlichen Raten von 100 EUR, 200 EUR oder 300 EUR ausgezahlt. Innerhalb eines Ausbildungsabschnittes können bis zu 24 Monatsraten, d. h. maximal 7.200 EUR, bewilligt werden.

Weitere Informationen kannst du dem Flyer Bildungskredit für Schüler und Studenten entnehmen oder unter www.kfw.de nachlesen (Stand: Juli 2011).

Kindergeld

Grundsätzlich besteht für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf Kindergeld. Solange sich ein Kind in der Berufsausbildung befindet,  kann es bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden.

Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes auch für eine Übergangszeit von vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten bezogen werden. Eine Übergangszeit ist z.B. die Zeit zwischen Schulabschluss und Beginn der Berufsausbildung.

Während einer Work Experience, die kürzer als 5 Monate ist, vor einer Ausbildung durchgeführt wird und nicht als Vollzeit-Tätigkeit ausgeführt wird, kann du Kindergeld beziehen auch, wenn du über 18 bist. Sobald ein Arbeitgeber bei einem Job Sozialabgaben für dich bezahlt, wird kein Kindergeld mehr bezahlt.

Ein Praktikum wird von der Familienkasse als Teil der Ausbildung anerkannt, wenn dieses als notwendige fachliche Voraussetzung oder Ergänzung der eigentlichen Ausbildung an einer Schule, Hochschule oder sonstigen Ausbildungsstätte vorgeschrieben ist oder im Rahmen der Studien- oder Ausbildungsordnung empfohlen wird. Schülerpraktika werden in der Regel anerkannt.

Zur Berufsausbildung gehört auch ein Praktikum, durch das Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vermittelt werden, die als Grundlagen für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet sind, soweit es sich nicht lediglich um ein gering bezahltes Arbeitsverhältnis oder ein Probearbeitsverhältnis handelt. Dabei darf ein Praktikum nicht länger als sechs Monate gehen.

Bei über 18 Jährigen gilt, dass das jährliche Einkommen einen Betrag von 8.004 € pro Jahr (Stand 2010) nicht überschreiten darf.

Da die Gewährung von Kindergeld von Fall zu Fall entschieden wird und auch die Sachbearbeiter einen relativ großen Spielraum haben, solltest du dich mit deinem konkreten Projekt an das zuständige Arbeitsagentur in deiner Stadt wenden.

(Bundesagentur für Arbeit: Stand 29.12.2009)

 

Weitere Infos unter: www.arbeitsagentur.de

Familienzuschlag

Beamte und Beamtinnen erhalten bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen abhängig vom Familienstand zusätzlich zum Grundgehalt einen gestuften Familienzuschlag.

Der Familienzuschlag wird gewährt, solange das du Anrecht auf Kindergeld hast. Es gelten also die gleichen Bedingungen wie beim Kindergeld (beamten-information.de: Stand Juli 2011).

Weitere Infos hiezu unter: www.beamten-informationen.de

Regionale Förderung und Sponsoren

Erkundige dich, ob es in deiner direkten Umgebung, z.B. Schule oder Gemeinde – eine sozusagen regionale Förderung für dein Auslandsjahr gibt.

Vielleicht findest du auch einen oder mehrere „Sponsoren“ für dein Auslandsprojekt: die Gaststädte an der Ecke, in der du in den Sommermonaten immer wieder zuverlässig ausgeholfen hast oder auch die wohlhabende, neunzigjährige Tante Gerda. Auch regionale Sparkassen oder große Unternehmen bieten gelegentlich Förderung Jugendlicher, die sich gesellschaftlich oder sozial engagieren.

Weitere Tipps

Workaway

Workaway.info ist eine Seite, die fairen Austausch zwischen jungen, low-budget Reisenden aus dem Ausland und Familien oder Einzelpersonen im Ausland bereitstellt.

Das Prinzip ist einfach: Für ein paar Stunden Hausarbeit erhält der Gast freie Unterkunft und Verpflegung.

Weitere Infos unter: www.workaway.info

Couch-Surfing

Couch-Surfing ist ein kostenloses, internetbasiertes Gastfreundschaftsnetzwerk. Ein Reisender kann als Gast (Surfer) eine Unterkunft suchen. Beherbergungen beruhen auf Absprachen zwischen den Beteiligten. Dauer, Art und Beendigungen des Aufenthaltes werden im Vorhinein vereinbart. In der Regel sind es zwischen 1-3 Tage.

Weitere Infos unter: www.couchsurfing.org

Hostels

Viele Backpacker Hostels bieten vergünstigte oder freie Übernachtung im Gegenzug für einigen Stunden Arbeit am Tag.

Alle Angaben sind ohne Gewähr und dienen nur der Orientierung!