Peru - Das Land der Inka! Seinen Namen erhielt Peru jedoch erst von den spanischen Eroberern. Die genaue Herkunft des Namens ist nicht endgültig geklärt, aber es existieren zwei Theorien. Eine besagt, dass der Name auf einen gleichnamigen Indianerhäuptling zurückgeführt werden kann, durch den die Spanier zum ersten Mal von einem sagenhaften Goldland im Süden erfuhren. Eine andere Theorie erklärt den Namen als Umformung aus dem Wort pelu, das in der Sprache der in Kolumbien lebenden Indios "Wasser" bedeutet.
Peru liegt in drei unterschiedlichen Klimazonen: Wüste im Westen, Anden im Zentrum des Landes und Regenwald im Osten. Das Land gilt als das vielfältigste der Welt in Bezug auf Vogelarten. In keinem anderen Land gibt es so viele verschiedene Vogelarten wie in Peru.
Peru kurz und bündig
| Amtssprachen |
Spanisch, Quechua |
| Hauptstadt |
Lima |
| Staatsform |
Semipräsidiale Republik |
| Einwohnerzahl |
29 Millionen |
| Bevölkerungsdichte |
ca. 22 Einwohner pro km² |
| Währung |
Nuevo Sol |
| Zeitzone |
UTC -5 = MEZ -6 |
| Telefonvorwahl |
+51 |
Sprache
Spanisch ist die Muttersprache für 80% der Peruaner. Aber auch indigene Sprachen sind weit verbreitet. So sprechen 13,2 % der Bevölkerung Quechua. Insgesamt existieren um die 70 verschiedenen Dialekte. Auch die Peruaner haben ihre eigene Form der spanischen Sprache entwickelt, die teilweise stark von dem europäischen Spanisch abweicht.
Essen, Sitten und Gebräuche
Die peruanische Küche basiert auf der traditionellen Küche der Inka. Die traditionellen Grundnahrungsmittel sind Mais und Kartoffeln, deren Urheimat Peru sein soll. Ein typisch peruanisches Gericht ist die Ceviche. Sie besteht ursprünglich aus verschiedenen Sorten kleingeschnittenem, rohem Fisch, der in Limettensaft mariniert wird und anschließend mit roten Zwiebeln vermischt wird. Serviert wird das Gericht mit Süßkartoffeln, geröstetem Mais oder Yuca. Mittlerweile wird Ceviche in ganz Lateinamerika zubreitet, dadurch sind viele verschiedene Variationen des Gerichtes entstanden. Peruaner essen wie ihre Nachbarn in Ecuador auch gebratenes Meerschweinchen, das als Delikatesse gilt. Für Peru typische Getränke sind Pisco, ein Branntwein, und Chicha, eine Art Bier, das aus Mais gebraut wird.
In Peru gibt es einen Silvesterbrauch mit dem Namen "doce uvas" was soviel wie "die zwölf Trauben" heißt. Die Trauben werden um Mitternacht zu den Glockenschlägen gegessen, für jeden Schlag eine Traube. Jede Traube symbolisiert einen Monat des neuen Jahres und soll Glück und Gutes bringen.
Flora und Fauna
Die Flora und Fauna Perus sind sehr abwechslungsreich und vielfältig. Die größte Fülle an Pflanzen findet man im Regenwaldgebiet östlich der Anden. Dort wachsen Kautschuk- und Mahagonibäume sowie Vanillepflanzen. Die Nationalpflanze Perus ist die Cantuta, ein zwei bis drei Meter hoher Strauch mit langen glockenförmigen Blüten. Auch die peruanische Tierwelt ist sehr vielfältig. Auf den Inseln vor der Küste Perus leben Eidechsen, Skorpione und sogar Robben und Pinguine. Im Regenwaldgebiet gibt es Gürteltiere, Alligatoren, Jaguare, Pumas, Papageien und Flamingos. Die Anden sind der Lebensraum für Lamas und Alpakas. Im Manu-Nationalpark findet man das Nationaltier, den roten Felsenhahn. In Peru gibt es eine Vielzahl an Nationalparks, Naturreservaten und Schutzgebieten.
Peru gilt als das Land mit der größten Diversität an Vögeln und ist Heimat für ca. 1.800 verschiedene Arten.
Klima und Geographie
Peru liegt an der Westküste Südamerikas und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien und im Süden an Chile. Das Land hat drei unterschiedliche Klimazonen: Costa (Küste), Sierra (Andenregion), Selva und Montaña (Regenwald- und Bergregion).
Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist weitestgehend eine Küstenwüste. An der Grenze zu Chile befindet sich die trockenste Wüste der Welt, die Atacama-Wüste. Die Sierra besteht aus mehreren Bergzügen der Anden. Hier befinden sich auch die Inka Ruinen von Macchu Picchu. An der Grenze zu Bolivien liegt der größte See Südamerikas, der Titicacasee, der zum großen Teil auf peruanischer Seite liegt. Im Regenwaldgebiet östlich der Anden entspringen einige der Quellflüsse des Amazonas. Viele Städte wie Iquitos, die in der Selva liegen sind nur mit dem Boot oder Flugzeug erreichbar. Dieses Tropengebiet ist durch das vorherrschende Tageszeitenklima geprägt.